Zum vierten Mal in Folge lädt der Bund Deutscher Zupfmusiker (BDZ) zwischen dem 1. und 5. Oktober 2008 zusammen mit der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung und der European Guitar and Mandolin Association (EGMA) zu einem internationalen Mandolinensymposium nach Trossingen ein.
Vier Tage lang widmen sich national und international bekannte Fachleute den Themen »Neue Wege in der Mandolinenausbildung« und »Die Stellung der Mandoline im internationalen Kulturleben«. Ein attraktives Programm mit Workshops, Vorträgen, Diskussionsrunden und hochrangig besetzten Konzerten mit internationalen Mandolinenkünstlern erwartet die Teilnehmer auch dieses Jahr wieder. Herzlich eingeladen sind darum nicht nur Musikschulpädagogen, Vereinsausbilder, Dirigenten oder Konzertkünstler, sondern alle, die sich als Profi oder Laie mit der Mandoline, ihrer Musik und Pädagogik beschäftigen. Ein Ziel des Symposiums soll sein, vielfältig die Möglichkeit zu anregenden Gesprächen, fruchtbarem Austausch und ungewöhnlichen Begegnungen zu bekommen.
Vormittags stellen erfahrenen Mandolinenpädagogen aktuelle Strömungen in der Instrumentalausbildung und unterschiedliche Ausbildungsmodelle für den Mandolinenunterricht vor, die über die heute noch weitgehend übliche Form des Einzel- oder Kleingruppenunterrichts hinausgehen. Jeanette Haase, Keith Harris, Marlo Strauß, Anna Torge, Steffen Trekel und Ariane Zernecke berichten aus ihrer Praxis von neuen und bewährten musikpädagogischen Konzepten für die Mandolinenausbildung.
Die Bandbreite der Referate reicht von inhaltlichen Fragen über Fragen zu Unterrichtsabläufen bis hin zu organisatorischen Fragen aus dem Alltag von Schule, Musikschule und Verein. In anschaulicher Form präsentieren die Vortragenden ihre Antworten und geben dadurch Anregungen, die auch in den anschließenden Diskussionsrunden vertieft werden können.
Der Nachmittag wird eröffnet von kleinen »Intermezzi«, in denen Prof. Caterina Lichtenberg über die Mandoline in der Hochschulausbildung berichtet und Prof. Marga Wilden-Hüsgen sowie Stefanie Rauch neu erschienene Mandolinenliteratur in verschiedenen Besetzungen und verschiedenen Schwierigkeitsstufen vorstellen.
Im Anschluss daran informieren Referenten aus europäischen und außereuropäischen Ländern in Bezug auf die Mandoline über Ausbildung, Orchesterszene, Konzertleben und Hochschulwesen in ihren Ländern. Dr. Michele de Lucca, Barbara Pommerenke-Steel, Bruce Graybill, Jose Antonio Zambrano, Takaaki Shibata und Nikolai Maretzki zeigen mit Bild- und Tonbeispielen, welchen Platz die Mandoline im kulturellen Leben Italiens, Schottlands, der USA, Venezuelas, Japans und Weißrusslands einnimmt.
In den Konzerten am Abend und am Sonntagvormittag wird die Mandoline in außergewöhnlichen und exotischen kammermusikalischen Besetzungen und Musikstilen zu hören sein. International renommierte Künstlern wie Olga Dubowskaja, Susanne Herre, Natalia Marashowa, Katsia Prakopchyk, Ricardo Sandoval, Alison Stephens, Denise Wambsganß, Marijke Wiesenekker und Anne Wolf musizieren in selten gehörten Kombinationen mit Akkordeon, Klavier, Harfe, Cembalo, Violine, Laute oder Guzheng.
Als weiteren Höhepunkt gibt es im Rahmen des Abschlussabends die Gelegenheit, in einem Teilnehmerorchester die Klangästhetik Oliver Kälberers aktiv als Spieler oder passiv als Zuhörer kennenzulernen. Eine Ausstellung über Konrad Wölki, Ausstellungen verschiedener Instrumentenbauer sowie eine Musikalien- und Notenausstellung vom »Haus der Musik Trekel« runden das Konzept ab.
Das 4. Internationale Mandolinensymposium beginnt am Abend des 1. Oktober 2008 und endet am 5. Oktober 2008 gegen Mittag. Die Teilnahmegebühr beträgt 150€ für BDZ-Mitglieder und Studierende sowie 175€ für BDZ-Nichtmitglieder und beinhaltet die Teilnahme an allen Referaten und Workshops sowie den Eintritt zu allen Konzerten. Übernachtung und Vollpension – wahlweise auch vegetarisch – kosten im Doppelzimmer 123,20€, im Einzelzimmer 148€.
Der Anmeldeschluss ist der 15. August 2008. Die Kontoverbindung wird zusammen mit der Teilnahmebestätigung mitgeteilt.